Rhys Meyers lässt die Stunts aus


3.Februar, 2010

Von CINDY PEARLMAN

Der britische Star Jonathan Rhys Meyers steht mit einem Fuß in zwei Kulturen: „Ich lebe in London und Los Angeles“, sagt der Star aus „From Paris with Love“, der seine kulinarischen Genüsse in Amerika findet. „Das tolle ist, in der Mongolei zu drehen und dann nach Hause nach L.A. zu gehen. Mein erster Halt ist am Flughafen bei In and Out Burger.”

Rhys Meyers jonglierte seine Film- und TV-Rollen, während er für die letzte Staffel seiner historischen Serie „Die Tudors“ arbeitete, welche diesen Herbst bei Showtime zu sehen sein wird. Wird er es vermissen, Henry VIII zu mimen? „Nein, er wird mit der letzten Folge komplett aus meinem Leben verbannt“, sagt JRM. „Ich kann sogar schon keine Bücher mehr lesen, in denen einer Henry heißt.“

In „From Paris With Live“, welcher am Freitag rauskommt, spielt Rhys Meyers einen Mitarbeiter des US-Konsulats, der sich mit einem amerikanischen Spion (John Travolta) zusammen tut, um einen Terroranschlag zu verhindern.

F: Ich nehme an, Sie haben Ihr Leben riskiert um Ihre Stunts selbst zu machen?

A: Sehen Sie, ich stand herum und habe den Stunt-Männern beim rumrennen und schießen zugesehen. Ich sagte: „Geht’s dir gut?“ Da ist etwas in mir, dass einfach nicht eine Wendeltreppe runterfallen will.

F: Wie war es, in „Die Tudors“ Henry in seinen letzten Tagen darzustellen, als er alt und krank war?

A: Ich kann Ihnen viel Make-Up und eine fantastische Prothese versprechen. Er ist 50 an dem Punkt an dem wir mit ihm aufhören, und er ist krank. Aber alle kranken Leute versuchen natürlich nicht krank zu sein. Die Regel ist, wenn du krank auf dem Bildschirm bist, spiele nicht krank. Wie wenn man ein Alkoholiker spielt, den spielt man nicht betrunken.

F: Gab es jemals den Gedanken, einen Fat-Suit zu tragen um Henry zu spielen?

A: Ich wusste von Anfang an, dass ich so viel Gewicht oder so einen Anzug nicht tragen kann. Ein Fat-Suit ist ein Witz. Ich würde vor Demütigung auf den Boden gehen und es würde zu einer Art dummer Satire werden. Ja, Henry war breit und ich nicht. Ich werde den 15 Historikern, die sich beim lesen dieses Satzes beschweren, Muffins schicken. Im Grunde ist es mein Job, Geschichte so zu interpretieren, wie ich sie sehe.

F: Die wunderschöne Joss Stone spielte die von Henry als sehr unattraktive gesehene Frau Anna von Kleves. Waren Sie mit diesem Casting einverstanden?

A: Die Produzenten sagten, Joss wird Anna von Kleves spielen und ich sagte: „Mist, sie stinkt nicht!“ Aber dann dachte ich darüber nach und entschied, dass wir in der Unterhaltungsbranche sind, um Leute zu unterhalten, nicht um nicht um sie zur Therapie zu bringen. Ich dachte: „Lasst uns eine wunderschöne Frau nehmen und sie hässlich machen.“ Joss ist so schön, das war nicht einfach. Sie sagte sogar zu mir:“ Sie lassen mich in Staffel 3 schlimm aussehen. Jetzt, in dieser Staffel will ich schön sein.“ Wer bin ich, Joss Stone zu verweigern?

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