Jonathan Rhys Meyers – Mission possible für einen vielseitigen Star


03.10.2008 -
Interview von Justin Power und Gemma Watson / Famous

Wie lange dauerte Ihre längste Beziehung?

Vier Jahre.

Sind Sie noch in dieser Beziehung?

Nein.

Wie halten Sie eine Beziehung am Leben?

Mit großen Schwierigkeiten.

Wenn Sie weit weg bei der Arbeit sind, wie regeln Sie es dann ?

Anrufe…Ich habe mit der Zeit gelernt damit umzugehen, denn ich bin seit 9 Jahren nun schon unterwegs. Mittlerweile kann ich damit umgehen.

Schicken Sie Blumen?

Ich bin nicht der Typ der Blumen schickt, ich bin nicht sehr romantisch.

Sind Sie nicht? Es gibt verschiedene Vorstellungen von Romantik. Sie sind also nicht der Typ der Prallinen und Blumen schenkt?

Eine schöne Schachtel Pralinen einmal im Monat, wenn Du nicht nach Hause kommst….Ich schicke eine Schachtel „Terry’s Chocolate Orange“ und mit den "Desperate Housewifes" klappt`s. (lacht)

Sind Sie nicht von selbstbewussten Frauen eingeschüchtert ?

Ich bin nicht von ihnen eingeschüchtert, ich finde selbstbewusste Frauen attraktiv.

Wie und wo haben Sie Ihre letzte Freundin kennen gelernt?

In einem Restaurant in London.

Sie haben Sie durch den Raum gesehen?

Ja. Das passiert!

Haben Sie den ersten Schritt getan?

Ich nicht, sie war es. Sie kam rüber und gab mir einen Drink aus.

Haben Sie das mit dem Augenkontakt drauf?

Oh ja. Ich war nie sehr schüchtern, wenn es darum ging, jemanden auf der anderen Seite eines Raumes wissen zu lassen, das ich sie mag.

Also machte sie den ersten Schritt – waren Sie davon angetan ?

Ja, das war ich.

Hat sie Sie jemals in einem Film gesehen?

(Schüttelt den Kopf) Selbst wenn sie es hätte, hätte sie das nie gezeigt. Ich denke nicht, das sie das interessiert hat.

Waren Sie schon mal mit einer Schauspielerin zusammen?

Ich würde keine Schauspielerin daten. Zu kompliziert. Zu viel Konkurrenz. Ich bin der einzige Schauspieler in meinem Leben.

Nur Sie sind eine Drama-Queen !

Alle sind Drama-Queens. Egal wen Sie interviewen, lassen Sie Ihnen nicht aufbinden, sie seien anders . Sie sind alle Drama-Queens. Alle! Als einer von ihnen, lasst mich es euch sagen, sie sind es alle! Es ist echt lustig: Schauspieler haben alle verschiedene Persönlichkeiten, aber im Herzen sind sie alle verdammt gute Schauspieler!

Ziehen Sie schlanke Frauen oder Frauen mit Kurven vor?

Ich mag die ganz dünnen Frauen nicht. Und ich muss sagen, ich mag auch dicke Frauen nicht. Ich mag sportliche Frauen. Ich mag Frauen, die Sport machen. Ich mag sportliche Frauen, die gerne draußen sind.

Was würden Sie tun, wenn Sie kein Schauspieler wären?

Ich kann es nicht sagen.

Würden Sie nur Unsinn machen?

Ganz sicher.

In Irland?

Überall.

Wurde Ihnen schon mal das Herz gebrochen?

Ja, das war in dieser 4-Jahres-Beziehung.

Wie heilt man ein gebrochenes Herz am besten?

Mit Terry’s Chocolate und Desperate Housewifes.

Sind Sie mit irischen Schauspielern wie Colin Farrell oder Cillian Murphy befreundet? Ist es wie ein kleiner Club?

Nein, ist es nicht (lacht)! Ich bin kein Mitglied. Ich kenne Colin, da ich mit ihm gearbeitet habe und ich kenn auch Cillian, denn ihn traf ich, als ich mit Colin gearbeitet habe. Wir hängen nicht zusammen rum. Ich habe ihre Handynummern nicht und auch sonst nichts. Wir würden uns nicht anrufen und sagen "Na, was ist los?" Ich habe mich noch nie wirklich mit Schauspielern angefreundet.

Weswegen ?

Weil Schauspieler alle bittere, verdrehte Kreaturen sind. Ich auch! (witzelt natürlich)

Sind Sie ein gequälter Seelen – Typ?

Nein, ich glaube nicht das ich das bin.

Möchten Sie gerne irgendwann heiraten und Kinder haben ?

Ich grüble sehr viel, aber ich bin noch nicht bereit dazu, Vater zu werden. Ich liebe Kinder. Am Set von Mission Impossible kamen Will Smith und seine Frau vorbei und sie hatten ihren kleinen Sohn und ihre kleine Tochter dabei. Sie sind so hübsch und was sie noch viel hübscher macht als sie sowieso schon sind, ist die Tatsache, dass sie es nicht wissen. Das ist es was Menschen unattrakiv macht wenn sie erwachsen werden: Sie sind sich bewusst darüber, wie sie aussehen. Sie waren so hübsch und es war so schön, diese Familieneinheit zu sehen. Sie lieben ihre Kinder sehr. Das ist sehr inspirierend.

Wir war es mit Tom Cruise zu arbeiten?

Einfach, wissen Sie – er ist ein netter Kerl. Er ist ein großzügiger Schauspieler, er ist ein guter Boss. Aus der Sicht eines jungen Schauspielers ist es eine Weiterbildung. Er ist ein guter Kerl. Er ist so erfolgreich, weil er immer als erster am Set ist, Er reisst sich immer zusammen, er hatte nie einen Kater, er kam nie mit mieser Laune ans Set. Er mag Lösungen, nicht die Probleme.

Ist das etwas, was Sie als Schauspieler auch möchten? Würden Sie gerne das Level erreichen, auf dem Tom Cruise ist?

Natürlich. Kein Kind der Welt tritt Fußbälle gegen eine Wand und will, wenn es groß ist, Herr Schmidt vom Club Barnsley werden: sie wollen alle Maradona sein. Ich will Tom Cruise sein oder zumindest sein Level von Ruhm, Erfolg und Macht erreichen. Ich meine, es ist sehr anziehend. Ich bin mir nicht sicher, ob mir das stehen würde. Ich möchte mich nicht darauf versteifen, ich will nur diese Art von Filmen machen. Ich will ein bisschen hiervon, ein bisschen davon und ein ruhiges Leben haben. Ich lebe ein ruhiges Leben, aber verdammt, ich werde dafür nicht meine Eier riskieren.

Sie haben im Moment einen Job nach dem anderen, also läuft die Schauspielerei sehr gut. Wie ist es mit der Seite, mit der auch Tom umgehen muss? Wissen Sie, Sie sagen, Sie genießen Ihr ruhiges Leben – ich glaube nicht, dass Tom Cruise ein ruhiges Leben führt….

Nicht mehr, nein. Ich werde mich nicht ins Licht drängen und auch keine Schauspielerin daten. Ich hänge nicht mit berühmten Leuten rum, ich gehe nicht ins verdammte Chinawhites oder Pangaea oder sonst wohin und lasse mich um vier Uhr morgens beim Ausgehen mit einem Model fotografieren. Es gibt viele Dinge die man tun kann, um die Presse aus seinem Leben zu verbannen, erst recht ihre aufdringliche Art. Man erreicht es, indem man sein ruhiges, eigenes Leben selbst bestimmt und es nicht promoted. Leuten, die sich über die Paparazzi und Klatschblätter aufregen, so nach dem Motto “Die lassen mich nicht in Ruhe”, muss man eben sagen: Dann fahre eben nicht mit einem dunkel verglasten Escalade und einem Bodyguard rum, du Arschgeige. Wenn man mit seinen Leuten in ein Pub gehen will braucht man kein Gefolge von 20 Leuten. Es wird einem nichts nützen. Man muss nicht mit einer Gucci-Sonnenbrille um 11 Uhr nachts rausgehen. Das schützt auch nicht, denn die Leute werden nicht sagen: „Oh ich habe die dort nicht gesehen“, wenn man von riesigen Typen in schwarzen Anzügen und Maschinengewehren umringt ist. Damit fällt man natürlich auf!

Machen Sie sich jemals Sorgen, das Ihnen der Teppich unter den Füßen weggezogen wird, weil alles so toll ist?

Alles ändert sich. Manchmal zum Guten, manchmal zum Schlechten. Das Leben ist kein Rosengarten: es gibt Dornen. Ich rede nur nicht über sie.

Quelle: h-magazine.com