Jonathan Rhys Meyers & Keri Russell talk Mission Impossible (2006)
Interview: Jonathan Rhys Meyers & Keri Russell
Film: Mission Impossible 3
online gestellt von: Sheila Roberts
Die Schauspieler Jonathan Rhys Meyers und Keri Russell sprachen neulich über ihre Beteiligung in der neusten Fortsetzung des bekannten Spionagekrimi „Mission Impossible 3“. Der Film, der von J. J. Abrams geschrieben wurde und in dem er auch Regie geführt hat, zeigt das letzte Abenteuer des Superspions Ethan Hunt (Tom Cruise) und seines „Impossible Mission Force Teams“(IMF).
Jonathan Rhys Meyers stösst als der Transportexperte Declan zu dem IMF Team. Wenn du jemanden zum fliegen, fahren, segeln oder gleiten brauchst, egal ob Hubschrauber fliegen oder anders motorisiert, ist er der Mann den Du brauchst – trotz seiner persönlichen Eigenarten. „Declan ist ein mit dem Hintern fliegender, verrückter Ire“, sagte Rhys Meyers, der kürzlich in der Hauptrolle von Woody Allens „Match Piont“ zu sehen war. Eine Darbietung, die von Kritikern hoch gelobt wurde. „Er ist ein Teil der neuen IMF Generation – Ethan bereitet ihn vor. Er hat diese Risikobereitschaft, die Ethan an seinen Teammitgliedern so mag.“
Außerdem ist Declan ein Chamäleon, fähig, sich unbemerkt in jede Situation zu mischen. „In der einen Minute ist er noch ein italienischer Lieferant und in der nächsten ist er ein dämlicher amerikanischer Tourist und wieder in der nächsten ein Wächter des Vatikans“, erwähnt Rhys Meyers. „Für ihn ist es wirklich sehr einfach in einen anderen Charakter zu schlüpfen.“ Keri Russell, die im Vorfeld eine Hauptrolle in Abrams erster TV-Serie, „Feclicity“ gespielt hatte, nahm die Rolle der Lindsey Ferris an, der einzigen Auszubildenden die die hohe Geschicklichkeit und Begabung zeigt, die nötig ist, um bei Ethan zu bestehen und ein Teammitglied der IMF zu werden.
„Keri ist absolut die Größte“, sagte der MI3 Regisseur J.J. Abrams. „Ich habe mit ihr seit ‚Felicity’ nicht mehr zusammen gearbeitet, somit bin ich entzückt über diese Gelegenheit. Es ist toll. Sie hat nie etwas wie das hier vorher getan. Zu sehen, wie sie mit der Pistole umgeht und ihre Stunts, zeigen mir, dass sie wirklich für alles geeignet ist. Tom war sehr hilfsbereit, ihr die Vorgehensweise der Stuntarbeit zu zeigen: das Timing, den Rhythmus und die Selbstsicherheit es zu tun.“ In dem Film setzt sich Russels Charakter, Lindsey zusammen mit Ethan mit der Stockkampftechnik auseinander. „Das Training hat sehr viel Spaß gemacht“, sagt Russel. „Ich verbrachte etwa 4 ½ Monate beim Training mit den Stuntleuten – sie sind unbeschreibliche Sportler. Wir haben geboxt und ich habe Stockkampf gelernt. Es war sehr cool.“
Folgendes hatten Rhys Meyers und Russel über ihre Rollen in MI-3 zu sagen.
Q. Wir werden mit der Dame anfangen. Keri, kannst Du mir ein bisschen was zu Lindsey, Deinem Charakter, sagen? Ruf sie für uns ins Leben und erzähl uns, warum sie der Auslöser für diese komplette Mission ist, an der eventuell auch Declan teil haben wird.
KR. Ich spiele Agent Lindsey Ferris, sie ist eine junge Agentin in der Ausbildung, ein Teil dieses Trainings…Ethan Hunts Charakter bildet alle Neuen aus…und ich gehe zu meiner ersten Mission und bringe mich selbst in eine Situation, wo Toms Charakter entscheiden muss, ob er entweder mir hilft oder nicht und so kommt die Geschichte zum laufen. In dieser Situation erhielt ich eine Information über IMF, die sehr wichtig ist.
Q. In der Tat. Und ebenfalls, Jonathan, könntest Du bitte für uns Declan ins Leben rufen. Wer er ist, was für ein Typ er ist und warum er ein Multitalent ist.
JRM. Wirklich, sie haben den falschen Kerl ausgesucht oder? (lacht) Declan ist eigentlich Declan Gormley und der Grund warum er Gormley genannt wird, ist, weil er erst Tommy Gormley hieß, an den ich mich immer erinnern werde als eine Person, die italienisch mit einem schottischen Bassakzent sprechen konnte. „Bene. Bene.“ Es war sehr lustig. Er ist ein guter Kerl. Erstklassiger AD. Erstklassig in jeder Weise, als Mensch und als Arbeiter. Also, Declan Gormley ist ein junger, ungestümer, eingebildeter IMF-Kerl, der für die Mission in Toms Team geholt wird, um Lindsey Ferris aus Deutschland zu holen.
Und er ist gut mit allem was fahren kann. Er ist gut in anderen Sprachen. Gut darin, im Wesentlichen ein eingebildeter Kerl zu sein, der denkt er kommt mit allem davon, dass ist der Typ von Mann den man in so einer Situation wirklich braucht. Aber wenn ich eine Hintergrundgeschichte für Declan bräuchte, hätte er eventuell die meiste Zeit als Teenager Autos gestohlen und ihm wurde vielleicht die Wahl gelassen – Gefängnis oder – „Wir haben eine bessere Idee. Warum senden wir Dich nicht zum IMF wo Du vielleicht zu etwas nütze bist?“ Also, ich denke, er ist einer dieser Unruhestifter, der alles hat was man braucht, um ein guter Agent zu sein. Aber, da ist auch noch … er hat alles was er braucht, um ein guter Agent zu sein und alles, um es wirklich, wirklich schlimm zu vermasseln.
Es muss das Element des „kann es wirklich passieren“ haben, was J.J. in „Mission Impossible“ einbringt. Es gibt keine Garantie in dieser „Mission Impossible“, was sehr gut ist. In jedem Punkt ist es sehr riskant. So kann man sich von Anfang an vorstellen, „Oh ja, Tom Cruise wird die Welt retten“. Aber das ist es nicht, worum es hier geht. J.J. wollte nicht, dass Ethan Hunt die Welt rettet, sondern, dass Ethans Team ein Menschenleben rettet.
Q. Im Wesentlichen ist das meine nächste Frage. Da scheint sehr viel mehr Teamleistung in diesem einzelnen Teil der Reihe zu sein. War Dir das recht? So sehr ihr alle eigenständige Individuen seit, arbeitet ihr sehr gut als Team und es ist nicht so, als ob ihr nur da seid um Tom auf seiner Mission zu helfen. Es ist eine großeTeamleistung. War das in Deinem Sinne und war es ebenso im Sinne von Tom und J.J.?
KR. Ich denke Tom war unbeschreiblich großzügig. Er hat eine Art…Ich war definitiv die Anfängerin im Actionbereich und er hat eine Art mich fähig und erforderlich fühlen zu lassen und ich denke, es war unbeschreiblich großzügig von jemandem wie ihm. Ich denke es kam nur von ihm, dass wir so viel Spaß hatten mit dem was wir taten und er möchte, dass Du Spaß hast. Er möchte echt, dass Du eine gute Zeit hast. Er ist wie: Ist das nicht schön? und Du bist wie: Ja es ist schön!
Q. Und ebenso denke ich, wenn Du J.J. nimmst, ist er ein ebenso enthusiastischer Charakter und kann gut an der Seite von Tom arbeiten. Wie bereitwillig war er, Euch etwas an Eurem Charakter verändern zu lassen? Ich bin sicher, dass die Rolle auf Euch zugeschnitten war, aber wie viel konntet ihr in die Rolle einbringen und wie begeistert war er, Dinge um sich herum zu verändern, Sachen hinzuzufügen, die Ihr vielleicht vorgeschlagen habt?
JRM. Ich hätte alles tun können was ich wollte. Wirklich. Und wenn es J.J. auch gemocht hätte, wäre es im Film gewesen. Und wenn nicht, wäre es nicht im Film gewesen. Er ist für so etwas immer offen. Weil J.J. ein hochintelligenter Kerl ist und weil ein hochintelligenter Kerl weiß, dass er nicht alles wissen kann und dass, wenn er einen Schauspieler für einen Film aussucht, wird der Schauspieler seine eigenen speziellen Ideen instinktiv haben, wie er am besten seine Rolle spielt. Und Tom und J.J. sind so ähnlich, in ihrem Humor und ihrem Enthusiasmus und ihrer Fähigkeit eine Situation zu meistern und ein fiktives Szenario für die vorkommenden Charaktere zu erschaffen. Jetzt zu dieser Zeit erlangt man Einblicke, wer sie wirklich sind.
Das ist das erste Mal, dass man Ethan in der ganzen MIP Reihe, als verwundbare Person sieht, der andere um Hilfe fragt. In den anderen zwei Teilen haben ihn immer andere Leute um Hilfe gebeten. Und dieses Mal braucht er seine Freunde, und seine Freunde kommen zu ihm. Und ich denke, Ving Rhames war gut in seiner Rolle als Luther. Das waren große Emotionen für ihn, sich um den Charakter des Ethan Hunts zu sorgen und das war im Film toll anzuschauen. Und das war es was J.J. tat. Er nahm ein Konzept, das sich bereits etabliert hatte, einen seriösen Aktionfilm und warf einige Weltklasseschauspieler rein, um damit eine reale Vorstellung abzuliefern. Damit meine ich Phillip Seymour Hoffman, Tom Cruise, Billy Crudup, Laurence Fishbone – alle in einem Actionfilm?
Q. Und sie selbst eingeschlossen.
JRM. So würde ich es auch sehen.
Q. In der Tat. Wenn sie möchten, erzählen sie uns ein bisschen von sich. Offensichtlich haben sie unterschiedliche Rollen im Team. Aber hatten sie verschiedene persönliche Trainingseinheiten zu absolvieren für die Fähigkeiten, die sie im Film haben müssen? Wie heftig war es? Wie lange hat es gedauert? Und hat es auch Spaß gemacht?
KR. Ich habe viel dafür trainiert. Ich meine Monate. Wir verbrachten Monate damit, den Stockkampf einzustudieren. Der philippinische Stockkampf, den Tom und ich zeigen mussten, war ziemlich cool. Es war dem Tanzen ähnlich, wo ich auch Kenntnisse drin habe, weil Du in der Hauptsache Choreographien lernst und lernst den Bambusstock nicht in Toms Gesicht zu schlagen um dann gefeuert zu werden. (lacht) Deshalb war es interessant.
Das nahm viel Zeit in Anspruch, die sehr lustig war. Und das Training mit Weltklassekämpfern war auch sehr cool. Das ist so selten. Wann kommst du schon mal dazu diese Leute zu treffen? Und da war es so. Außerdem hatte ich viel Training im Umgang mit Waffen. Ich musste lernen wie man ein Maschinengewehr in 30 Sekunden blind zusammen setzt – das war spaßig.
Q. Was ist Deine Bestzeit?
KR. Meine Bestzeit war 13 Sekunden. Vielen Dank.
Q. 13 Sekunden?!
KR. Harry war sehr stolz auf mich. Mein Handfeuerwaffentrainer. Waffentrainer. Ja ich hatte viel Training. Aber das ist es, warum Du einen Actionfilm machen möchtest. Weil Du es möchtest, selbst wenn Du es eigentlich nicht kannst. Wenn Du es machst, fühlst Du dich wie ein schlimmer Finger.
Q. Und bei Jonathan war es mit den Schnellbooten und den Helikoptern genauso…Ist es ein hartes Leben?
JRM. Ja, das war es. Das ist nichts Besonderes für einen Burschen aus Cork. Aber nein, ich hatte nicht so viel Training wie die anderen. Aber ich trainierte meinen Körper. Ich ging jeden Tag ins Fitnesscenter, aber dass war weil Du in einem großen Actionfilm immer gut aussehen willst. Und ich hatte ein bisschen Training im Helikopter, aber es ist sehr eingeschränkt was Du tun kannst.
Aus der versicherungstechnischen Sicht wollten sie mich nie zwischen den Windrädern durchfliegen lassen. Deswegen war das schwierig. Ich fühlte mich ein bisschen wie ein friedfertiger Agent, weil ich nie meine Waffe ziehen, noch jemanden im Film schlagen musste.
An einer Stelle hätte ich J.J. fast vorgeschlagen, dass ich, wenn ich an der Vatikan-Wache vorbei gehe, ihn stoßen könnte, so daß ich auch jemanden in dem Film schlagen könnte. Ich wollte nur irgendwas treffen. Ich wollte dieser taffe Actionheld sein. Aber als ich den Film sah, realisierte ich, dass es etwas anderes war, was er von Declan forderte…Denn er hatte Maggie Q, die alles verkörperte. Sie ist eine weibliche Version von Tom. Maggie lies sich aus Gebäuden fallen, tritt Menschen, schlägt sich mit Menschen, schiesst mit Maschinengewehren.
KR: Das war so cool.
JRM: Sie ist tatsächlich aus dem Hubschrauber gesprungen, als sie dran hing. Das war viel gefährlicher als es aussah. Auch wenn es sich um einen Hubschrauber im Studio handelte, waren es sehr extreme Bedingungen. Sie wird tatsächlich aus dem Hubschrauber geworfen, und bleibt dran hängen.
Sie macht das schon Jahre. Sie sagte mir, dass sie einen Film gemacht hat, wo man sie aus einem Gebäude im 12. Stock heraushängen lies, an den Knöcheln gefesselt. Und dann gibt ihr jemand eine Maschinenpistole und sie muss einen Treffer erzielen. Aber das ist in Hong Kong, und dort passiert so was wirklich. Daher war sie sehr gut vorbereitet. Und ich fühlte mich wie der Versager-Agent. Das reicht fürs Erste. Vielen Dank, J.J.
Vielen Dank für Ihre Zeit heute Nachmittag. Mission Impossible 3 ist jetzt im Kino, also sehen Sie es sich unbedingt an. Lassen Sie sich auch nicht mein früheres Tom Cruise Interview entgehen.






