Interview mit Marie Claire 2007
Noch heiß von seiner Darstellung des Henry VIII in „Die Tudors“, spielt der irische Schauspieler Jonathan Rhys Meyers, 30, in August Rush, einer in New York angesiedelten Geschichte, über den im Filmtitel benannten Zögling (Freddie Highmore), der seine Eltern sucht.
Sind Sie der Ansicht, dass es in August Rush um die therapeutische Kraft der Musik geht?
Nun ja, Musik ist Therapie. Aber für August geht es über die Therapie hinaus. Sie ist seine Luft. Sie ist sein Lebenselixier. Sie ist seine Nahrung und sein Wasser. Er nimmt Dinge ganz anders wahr, so wie wir es nie werden. Er hört Musik auf einer ganz anderen Ebene. Er ist ein kleiner Mozart.
Sie spielen Augusts Vater, Louis, der auch ein Musiker ist. Mussten Sie üben?
Ich spiele in meiner Freizeit. Ich hänge mit Musikern rum und spiele mit ihnen, aber ich versuche nicht, ein Meister-Gitarrist zu werden. Louis ist nicht Eric Clapton. Er ist nur ein Sänger und Komponist.
Sie hatten kürzlich einen großen Erfolg als Henry VIII in „Die Tudors“. Ihre Version ist ziemlich sexy, nicht wahr?
Es ist ein bisschen ironisch, aber das ist Unterhaltung. Wir machen keinen Dokumentarfilm für den History Channel! Es soll sexy sein. Und wenn die Leute sagen, „Es ist ein bisschen zu viel Sex“, hört mal Leute, man hatte Abends nichts anderes zu tun!
Sie sind gerade 30 geworden. Wie gehen Sie damit um?
Ich mag es. Ich bin gerne 30. Ich möchte nicht noch mal in den 20igern sein. Das war eine eigene Zeit. Ich fühle mich nicht älter oder jünger. Aber ich nehme seit den letzten 2 Jahren wahr, wie die Menschen einen sehen. Ich bin jetzt ein Erwachsener. Wenn kleine Kinder zu mir kommen, bin ich für sie vollkommen erwachsen , und das ist immer seltsam für mich.
Also kommt das Beste noch?
Ja! Ich glaube, dass ich meine beste Arbeit noch abliefern werde und meine beste Arbeit wird in meinen Dreißigern kommen.
August Rush kommt am 23. November in die Kinos.
Words by James Mottram, Friday 23 November 2007
Quelle





